N A V I G A T I O N

  Startseite
    Satiren u.Ä.
    Politische Artikel
    Geistesblitze
    Aktuelles
    Termine
    Zahlen/Statistiken
    Nicht so politisch
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   Grandioso Versand
   Rote Hilfe eV.
   Nazis unplugged
   Antifaschistisches Informationszentrum
   das Antifa-Muddaschiff
   die Front deutscher Äpfel
   Anti G8 Mobilisierung
   der Bundesverband
   der Landesverband
   indy



Webnews



http://myblog.de/solid-cham

Gratis bloggen bei
myblog.de





Rechtsextremismus

Studie zu rechtsextremem Gedankengut

Jeder Vierte für "Einheitspartei"

Jeder vierte Bundesbürger wünscht sich laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung eine einzige Partei, die die "Volksgemeinschaft" verkörpert. Außerdem habe der Nationalismus in Deutschland zugenommen, so die Studie. Den Ergebnissen zufolge bleibe die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland weiter konstant auf hohem Niveau. In einigen Regionen vertrete fast jeder zweite Bürger ausländerfeindliche Einstellungen. Daher gehe es in der Untersuchung auch nicht um neonazistische Schläger, sondern um rechtsextremes Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft, erklärten Elmar Brähler und Oliver Decker von der Universität Leipzig, die für die Studie fast 5000 Personen befragen ließen. "Rechtsextrem ist eigentlich ein irreführender Begriff", so Decker. "Er suggeriert, dass es sich um ein klar abzugrenzendes Rand-Phänomen handelt."

 [Bildunterschrift: "Im Auftrag des Volkes: Den Bonzen auf die Finger hauen!" Die NPD versuchte im Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern auch die Mitte der Gesellschaft zu erreichen.]
Laut der aktuellen Studie findet sich rechtsextremes Gedankengut quer durch alle Bevölkerungsschichten, Bundesländer, Generationen und bei Wählern aller Parteien. Das Problem werde noch größer, wenn man die mehr oder weniger unausgesprochene Zustimmung zu Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und Antisemitismus betrachte, so die Wissenschaftler. "Auch Menschen, die sich selbst als 'links' bezeichnen, lehnen nicht alle rechtsextremen Aussagen ab." Ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild haben der Studie zufolge knapp neun Prozent der Menschen in Deutschland.

Die Sehnsucht nach dem starken Mann

Grafik: 26 Prozent der Befragten, stimmten der Aussage zu, "Deutschland brauche eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert."]
Während bei den meisten Ergebnissen die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland unerheblich sind, fallen sie bei den Themen Ausländerfeindlichkeit sowie Antisemitismus ins Auge. Dass Ausländer nur nach Deutschland kommen, um den hiesigen Sozialstaat auszunutzen, meinen mehr als 35 Prozent der Befragten in Westdeutschland. Dieser Wert wird im Osten noch deutlich übertroffen, dort sind es fast 44 Prozent. Dass die Bundesrepublik "gefährlich überfremdet" sei, meinen fast 40 Prozent der Bürger im gesamten Bundesgebiet. Im Westen ist der Antisemitismus deutlich ausgeprägter als im Osten. "Juden arbeiten mehr als andere Menschen mit üblen Tricks", meinen fast 16 Prozent der Westdeutschen, etwa sechs Prozent der Ostdeutschen stimmen dieser Aussage zu. Bundesweit fast 18 Prozent halten den Einfluss der Juden "auch heute noch für zu groß". Fast 14 Prozent meinen, Juden hätten "etwas Eigentümliches an sich und passen nicht so recht zu uns".

der FES: Ausgewählte Grafiken Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren in Deutschland [Flash|HTML]

In ganz Deutschland sehnen sich mehr als 15 Prozent der Befragten nach einem Führer mit starker Hand, 26 Prozent wollen laut Studie eine einzige Partei in Deutschland, die die "Volksgemeinschaft" vertritt. Dass die Deutschen anderen Völkern von Natur aus überlegen seien, glaubt jeder sechste Befragte. Und fast 18 Prozent stimmen der Aussage zu: "Wie in der Natur sollte sich auch in der Gesellschaft immer der Stärkere durchsetzen."

Wirtschaftliche Gründe für rechtsextreme Einstellungen?

 [Bildunterschrift: Im jüngsten ARD-Deutschlandtrend zeigten sich mehr als die Hälfte der Befragten mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland unzufrieden. Dies bedeute aber nicht, dass "die Deutschen ein anderes System" wollten, betonte ARD-Experte Jörg Schönenborn. Es sei ein Maßstab für die Unzufriedenheit der Menschen, genau wie die Frage nach der Gerechtigkeit in der Gesellschaft.]
Das Ergebnis der Studie zeige, dass sich Maßnahmen gegen Rechtsextremismus nicht nur auf Jugendliche und Personen in schwierigen wirtschaftlichen Situationen beschränken dürften, betonte Brähler. Daher untersuchten die Wissenschaftler auch soziale und psychische Faktoren. So ergab die Studie, dass auch "ein kalter Umgang in der Familie sowie eine depressive Grundstimmung und Ängstlichkeit nicht selten den Boden für rechtsextreme Einstellungen bereiten". Da Menschen mit rechtsextremen Einstellungen eine sehr heterogene Gruppe bildeten, seien künftig alle gesellschaftlichen Institutionen gefordert, so die Forscher.

Dabei sollte der Ausländerfeindlichkeit besonders intensiv begegnet werden, sie gelte als "Einstiegsdroge" in den Rechtsextremismus. Daher müssten sich alle im politischen Alltag mit der Zuwanderung beschäftigen, forderte Brähler. "Ein schulischer ‚Projekttag’ zur Ausländerfeindlichkeit hilft da wenig, solange weder in den Schulbüchern noch in den Lehrplänen Deutschland als Einwanderungsland behandelt wird." Außerdem dürfte den rechtsextremen Parteien nicht zusätzliche Legitimation verschafft werden, in dem demokratische Parteien ausländerfeindliche Aussagen äußerten, betonten die Wissenschaftler. Sonst werde es schwierig zu vermitteln, was das Problem mit rechtsextremen Inhalten sei.

Untersuchungsanlage: Untersuchung: Repräsentativerhebung
Datenerhebung: USUMA (Berlin)
Zeitraum: Mai/Juni 2006
Stichprobe: Bevölkerung in Deutschland, 14-99 Jahre
West: 3876 Personen
Ost: 996 Personen
Projektleiter: Elmar Brähler, Oliver Decker

Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6072192_REF1,00.html

28.2.05 17:13
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung